WALLENSTEIN sind eigentlich drei Stücke von Friedrich Schiller: WALLENSTEINS LAGER, DIE PICCOLOMINI, WALLENSTEINS TOD. So etwas (fast) ungekürzt spielen zu lassen, hat sich zuletzt Peter Stein 2007 in Berlin getraut. Waren dann auch 10 Stunden. Am Staatstheater Wiesbaden darf ich wieder auf die Bühne, diesmal als Buttler in WALLENSTEIN in der Regie von Nicolas Brieger, für den ich schon Sultan Saladin in der NATHAN DER WEISE ebendort spielen durfte. Wir machen allerdings lediglich DIE PICCOLOMINI und WALLENSTEINS TOD und auch mit Kürzungen. Für mich ebenfalls ein weiteres Duett mit meinem Kollegen Tom Gerber, nach NATHAN und RICHARD III.

Buttler ist einer der treuesten Generäle Wallensteins und ein kompromissloser Krieger. Getrieben von Stolz, Minderwertigkeitsgefühlen und Rachegedanken wird er am Ende zum Mörder Wallensteins. Eigentlich ist er einer, der durch die Hölle geht und andere in die Hölle schickt. Er ist unkultiviert und laut und trotz aller Treue ein Einzelgänger, der sich nie scheut, die Hände blutig zu machen.

Nach über einem Jahr erzwungener Bühnenlosigkeit (wir wissen warum) war diese Arbeit ein fantastisches Erlebnis, intensiv, fordernd und, tja, ein enormer Spaß mit meinen Kollegen unter der klugen und genauen Regie von Nicolas Brieger.

Premiere am 2. Oktober 2021.

WALLENSTEIN am Staatstheater Wiesbaden