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DIE FÜCHSIN im Ersten

DIE FÜCHSIN ist Anne Marie Fuchs, gespielt von Lina Wendel, früher Stasi-Spionin, jetzt mit ihrem Partner Youssef El Kilali (Karim Chérif) als Privatdetektivin tätig. Und das eher aus Zufall, denn aus Kalkül. In der Filmreihe wird häppchenweise auch ihre tragische Familiengeschichte erzählt. Die Füchsin ist eine unkonventionelle, sperrige Frauenrolle im deutschen TV, toll anzuschauen. In dem Film IM GOLDENEN KÄFIG geht’s aber erstmal um die Verwandschaft Youssefs. Dort heiratet nämlich der Sohn des von mir gespielten Ökofabrikanten Henning Frahm hinein. Das geht allerdings sehr unangenehm schief und am Ende ist kein Stein auf dem anderen. Und, eh klar: wer ökologisches Bio-Food produziert, kann trotzdem ein asozialer Ausbeuter sein.
Regie führt Sabine Derflinger

Im ERSTEN am 10. Oktober, 20:15

TYLL-Premiere am Staatstheater Wiesbaden

Wir haben die Eröffnungs-Premiere des Staatstheaters Wiesbaden mit TYLL am 31. August mit großem Erfolg hinter uns gebracht, und spielen das Ganze jetzt noch sechs Mal im September. Danach geht TYLL yn den normalen Repertoirebetryb ein und wyrd unregelmäßyg noch bys July gespielt.

Bis zum Schuss haben wir gefeilt und gekämpft, und dass dabei doch keine völlige Erschöpfung eingetreten ist, liegt am tollen Stoff, an der aufregenden Inszenierung (von meinem guten, alten, lieben Freund Tilo Nest)  und dem extrem motivierten Ensemble. Ich muss sie hier einfach alle nennen: Rainer Kühn, Paul Simon (nein, nicht der…), Lina Habicht, Maria Wördemann, Linus Schütz, Matze Vogel und Michael Birnbaum. Und unser toller Dramaturg Wolfgang Behrens.  Solche tollen Kollegen lassen einen den geschundenen Körper vergessen und sind mit ihrem Talent und der guten Laune eine stetige Inspiration, und ich bin sehr dankbar, dass sie alle so auf meinen Humor einsteigen.

Riesenerfolg am Premierenabend. Und, wie sich das gehört, eine sehr erboste Mail einer alten Abonnentin. Mein Lieblingszitat: ‚Kommen Sie mir bitte nicht mit dem Satz „ Das ist Kunst“.‘ Doch, kommen wir…

Dafür schryb die FAZ: „In Wiesbaden hat Regisseur Tilo Nest, der mit Hanno Friedrich die Textfassung erstellte, die Romanvorlage konsequent als Materialsteinbruch nutzt und ein visuell begeisterndes Bühnenerlebnis geschaffen.“

Und der Wiesbadener Kurier: „Hanno Friedrich und Tilo Nest haben eine Textfassung erarbeitet, die mit glänzenden Dialogen aus der Romanvorlage Leben zieht. Dazu die stimmigen Choräle aus der Zeit, eine performative Choreographie und kluge Lichtführung – das Ganze ist ein Gesamtkunstwerk. Kein Wunder, dass das Premierenpublikum aus dem Häuschen ist.“

Toll, mit dem Y…

Hier ist der Trailer

TYLL am Staatstheater Wiesbaden

Fotos: Karl & Monika Forster

DUNKELSTADT in Antwerpen

Nach dem Dreh für den ‚Dreigroschenfilm‘ vor zwei Jahren war ich wieder im schönen Antwerpen. Diesmal für den ZDF-Neo-Sechsteiler DUNKELSTADT, ein Neo-Noir-Thriller in einer unbestimmten dystopischen Stadt mit Alina Levshin in der Hauptrolle. Ihr „Talent für ‚Social Engineering‘ (die zwischenmenschliche Beeinflussung, um Personen Informationen zu entlocken oder in ihnen bestimmte Verhaltensweisen auszulösen) macht sie zu einer modernen Privatdetektivin mit Hacker-Qualitäten“, also eine unkonventionelle starke Fauenfigur. Ich bin ihr Vater und ich bin … tot. Aha? Ich tauche aber trotzdem auf.

An meinem letzten Drehtag traf ich Idil Üner, die ein paar Jahre unter mir an der Hochschule der Künste Berlin studiert hat, ein großartiges Wiedersehen, da wurde jede freie Minute zerquasselt. Sie spielt eine der Episodenhauptrollen. Regie führt Asli Özge.

Homebase für den Außendreh war eines der Brialmont-Forts, das Fort 8 in Hoboken. Eine sensationelle Festungsanlage außerhalb Antwerpens, von denen es ehemals 15 gab, jetzt sind noch 7 übrig, die unterschiedlich zivil genutzt werden. Aufsehenerregend!

Schulpate für SCHULE OHNE RASSISMUS

Am Mittwoch, 3. Juli, wurde der Adelheidis-Grundschule in Bonn Vilich die Urkunde und Plakette als SCHULE OHNE RASSISMUS – SCHULE MIT COURAGE verliehen. Jede Schule braucht einen Paten und das Schülerparlament hat sich mich auserkoren. Wahrscheinlich kennen die Schüler mich als Käpt’n Book. Das ist wirklich eine große Ehre und macht mich stolz.

Hier der Artikel aus dem Generalanzeiger von Stefan Knopp:

Vilich. Schüler der Adelheidisschule in Vilich haben entschieden, dass sie „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ werden wollen. Insgesamt gibt es 17 solcher Schulen in Bonn.

Hanno Friedrich war schwer beeindruckt: Die Kinder der Adelheidisschule haben beschlossen, dass diese eine „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ sein soll, und dafür ihre Unterschrift gegeben. Eine Entscheidung des Kinderparlaments, erklärte Schulleiterin Ute Sterr. Dieses hatte auch Vorschläge für den Schulpaten gemacht, aus diesen wurde der Bonner Schauspieler ausgewählt. Für Friedrich, den viele Kinder als „Käpt’n Book“ kennen, war das eine Ehre.

In Bonn ist diese Schule die 17., die sich gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit sowie für Zivilcourage ausspricht, und die vierte Grundschule. Für die offizielle Verleihung war Zeynep Pirayesh, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Bonn, am Mittwoch an die Vilicher Schule gekommen. Sie brachte eine Urkunde, die sie Vertretern des Kinderparlaments überreichte, und eine Plakette für die Hauswand. Dafür wohnte sie einem netten kleinen Festakt bei.

Die Schulkinder sangen ein Lied für Toleranz, erklärten, was die Auszeichnung als Courage-Schule bedeutet und verlasen Artikel drei des Grundgesetzes, nach dem alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind und niemand wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft, Sprache und Rasse oder wegen seines Glaubens oder der politischen Gesinnung bevorzugt oder benachteiligt werden darf. Die Klasse 4 c hatte außerdem ein kleines Theaterstück einstudiert.

Es erzählt von einer Busfahrt durch Bonn im Jahr 1955, für die jeder den gleichen Fahrkartenpreis bezahlt, bis auf ein Mädchen mit dunkler Hautfarbe. Dieses weigert sich aufzustehen, als ein Deutscher seinen Platz beansprucht, und wird in Haft genommen. Die Kinder erzählten damit die Geschichte von Rosa Parks, die in jenem Jahr in Montgomery in den USA auf diese Weise eine Protestwelle auslöste, die letztlich das Ende der Rassentrennung zur Folge hatte.

Besonders davon war Hanno Friedrich angetan. Er erinnerte daran, „dass niemand mit Vorurteilen oder Meinungen auf die Welt kommt“. Dergleichen eigne man sich nur durch seine Umwelt an. Er dankte den Schülern, dass sie ihn als Paten ausgewählt hatten, und forderte sie auf: „Kämpft weiter!“

Die Kinder sind laut Sterr mit ihrer Unterschrift eine Verpflichtung eingegangen, Zivilcourage zu leben, sich gegen Ausgrenzung einzusetzen und entsprechende Aktionen durchzuführen. Im Vorfeld der Urkundenübergabe wurden die Schulklassen mit Hilfe von Kinderbüchern und Aktivitäten an das Thema herangeführt. Es sei gar nicht so leicht, Grundschülern Begriffe wie Rassismus und Diskriminierung zu erklären, so Schulleiterin Sterr.

„Man muss Bewusstsein schaffen“, sagte sie. Zum Beispiel mit einem Musical, das 2020 einstudiert werden soll – aber auch erst noch geschrieben werden muss. Friedrich war jedenfalls überzeugt, dass die Grundschule der beste Ausgangspunkt für Zivilcourage und den Kampf gegen Vorurteile sei – wie ein Stein, den man ins Wasser wirft. „Ich hoffe, dass die Wellen hoch sind.“

TYLL von Daniel Kehlmann am Staatstheater Wiesbaden

Die Vorproben für die Eröffnung der Spielzeit 19/20 im Großen Haus des Staatstheaters Wiesbaden gehen in die Sommerpause. Im August geht’s weiter, Premiere ist am 31. August. Geprobt wird TYLL nach dem Erfolgsroman von Daniel Kehlmann. Ich spiele die Nemesis von Tyll Ulenspiegel, Athanasius Kircher, und andere kleinere Rollen. Kehlmann hat den Ulenspiegel-Mythos zweihundert Jahre in die Zukunft, in die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs verpflanzt, daraus entstand nicht nur ein neuer Schelmenroman, sondern ein teils grausames Panoptikum um menschliche Eitelkeiten und die Unfähigkeit, in Frieden miteinander zu leben.

Die Theaterfassung habe ich zusammen mit dem Regisseur, meinem ‚alten Freund‘ Tilo Nest vom Berliner Ensemble, geschrieben. Das ist nach IN 80 TAGEN UM DIE WELT für das Staatstheater Hannover unsere zweite Romanadaption für die Bühne. Es wird wild und dreckig und physisch, die Proben sind aufregend und ohne Verletzungen geht’s auch nicht. Sprechtheater ist anders…

TYLL am Staatstheater Wiesbaden

HOTEL HEIDELBERG im Ersten

Bankenchef Dr. Julius Kornfeld in der ersten Folge von HOTEL HEIDELBERG, in der ich Bankberater Wiechmann war, wurde gespielt von Martin Brambach.  In der neuen Folge „… wer sich ewig bindet“ versucht Dr. Kornfeld wieder mit zwielichtigen Methoden, sich das Hotel unter den Nagel zu reißen. Aber: jetzt spiele ich Dr. Kornfeld, ist ja schließlich schon drei Jahre her, da wird’s auch mal Zeit für eine Beförderung. Wieder herrliche Dreharbeiten mit Annette Frier und Stephen Grossmann. Regie: Edzard Onneken

Hotel Heidelberg – … wer sich ewig bindet
am Freitag, Fr. 24.05.19 | 20:15 Uhr in Das Erste

Drehen in Tschechien

Der deutsche Riesenroman (1000 Seiten) über die deutsche Nachkriegszeit UNSERE WUNDERBAREN JAHRE von Peter Prange wird für die ARD als Dreiteiler verfilmt. Toller Cast: Katja Riemann, Anna Maria Mühe, Thomas Sarbacher, Hans-Jochen Wagner et al. Gedreht wird unter anderem in der Tschechischen Republik und da hatte ich auch ein paar Drehtage. Wir waren in der kleinen Stadt Žatec, die erfreulicherweise laut Wikipedia „für das tschechische und ausländische Brauereiwesen von Bedeutung“ ist. Heißt: ein tolles Brauhaus mit deftiger traditioneller Küche und 12 eigenen Biersorten, und zwar kein Craft Beer, sondern echtes leckeres. Mein Hotel hatte ein wunderschönes kleines Spa, in dem ich völlig allein war, und in der ersten Nacht gab es kein warmes Wasser auf dem Zimmer. Alles sehr gesund. Beim Dreh viele Oldtimer, historische Werksgeräte und unzählige tschechische Statisten. Regie führt Elmar Fischer, in den Hauptrollen die beiden Newcomer Vanessa Loibl (aufm Foto und ab nächster Spielzeit an der Volksbühne) und Elisa Schlott.

Grün und blau in DIE KLEMPNERIN

In der fünften Folge „Wer sich verloren gibt, hat schon verloren“ der neuen Crimedy DIE KLEMPNERIN, auf RTL, spiele ich den besten Freund von Hauptkommissar Heller mit dem hochindividuellen Namen Frank Müller. Frank wurde offenbar in seinem Haus überfallen, zusammengeschlagen und seine Frau wurde entführt. Scheinbar erinnert er sich nichts, oder er erinnert sich falsch und verbirgt etwas. Ist er selber ein Täter? Das muss die Polizeipsychologin Mina Bäumer (Yasmina Djaballah) auf ihre unkonventionelle Art herausfinden.
Die Rolle Frank Müller nannte der Regisseur Enno Reese eine „echte Challenge“.
Zweimal Hölle und zurück. War mir recht…

Am 12. März um 21:15 auf RTL

Danach in der Mediathek:
DIE KLEMPNERIN

Dieter ist zurück in UNTER TANNEN!

Die schwarzhumorige Serie UNTER TANNEN des Saarländischen Rundfunks wird endlich fortgesetzt. Die ehemaligen drei Folgen sind zu Halbstündern umgeschnitten und durch zwei neue Folgen vervollständigt worden. Die drei Waldarbeiterschaffen es nicht, ihre Schulden beim geschmacksicheren aber soziopathischen Gangsterchef und Kunsthehler Dieter abzuarbeiten. Das führt zu noch mehr absurden Rettungsversuchen, ausweglosen Situationen und… klar, Toten.
25. bis 28. Februar, 18:15, SR

Auch in der ARD-Mediathek:
UNTER TANNEN

Wieder bei Jan und Henry, den Erdmännchen

Die Erdmännchen Jan und Henry, die früher zum Sandmännchen gehörten, sind seit November als Detektive tätig in EIN FALL FÜR DIE ERDMÄNNCHEN auf KiKa. Ich hatte jetzt zum zweiten Mal die große Freude, mit den beiden zu arbeiten. Gedreht wurde das vierteilige Dezemberspecial EIN WEIHNACHTSFALL FÜR DIE ERDMÄNNCHEN. Mit den Puppenspielern Martin Reinl, Carsten Haffke und Heiko Obermöller, die den ganzen Drehtag zu meinen Füßen saßen und die Erdmännchen und eine Brieftaube zum Leben erweckten, hatte ich soviel Spaß, dass mir zeitweise die Tränen in den Augen standen vor Lachen. Der Postbeamte, den ich spiele, hat ein Riesenproblem, weil alle Wunschlistenbriefe an den Weinachtsmann verschwunden sind. Ein Fall für die Erdmännchen eben!